Hund = Gesund

18.11.2017 16:57:44 | Eva Waiblinger
Trotz zerkauter Pantoffeln, Schmutz und Spaziergängen bei jedem Hudelwetter (oder gerade deswegen): es ist gesund, einen Hund zu halten, vor allem für Singles. Eine grossangelegte schwedische Studie, die die medizinischen Daten von 3.4 Millionen Personen über 12 Jahre hinweg berücksichtigte, fand ein um 36% reduziertes Risiko für Herzkreislaufkrankheiten bei HundehalterInnen. In Haushalten mit mehr Personen war das Risiko noch um 15% reduziert. Bei den Singles war der gesundheitsfördernde Effekt am grössten, wenn diese Personen einen Hund einer Jagdhunderasse hielten (z.B. Terrier, Retriever). Wie genau die Hunde ihren positiven Effekt auf die menschliche Gesundheit ausüben, wurde nicht untersucht. Tove Fall und Mwenya Mubanga, die Studienleiterinnen, vermuten jedoch, dass es der aktivere Lebensstil ist, den Hundhalter führen. Andere Faktoren sind jedoch auch denkbar: die soziale Unterstützung, welche die Hundehalter von ihren Tieren erhalten, die stressreduzierende Wirkung des Streichelns, ein besser trainiertes Immunsystem dank ebendiesem Schmutz, den Hunde ins Haus tragen.
Beitrag in The Guardian
Originalartikel in NATURE - Scientific Reports (kostenlos)