Was ist Tierpsychologie und was ist Ethologie?

Tierpsychologie

Der Begriff Tierpsychologie wurde zu Anfang der Entwicklung der Ethologie mit diesem Begriff gleichgesetzt und daher als Synonym gehandelt. Heute verstehen wir jedoch unter dem Begriff Tierpsychologie die Kombination aus Verhaltensforschung und einfühlendem Verstehen des einzelnen Tierindividuums. Während sich der "reine" Ethologe mit dem Normalverhalten oder Durchschnittsverhalten einer Tierart beschäftigt, erforscht der Tierpsychologe mehr Fragen der individuellen (innerhalb einer Tierart) oder abweichenden (zum Beispiel krankhaften) Verhaltenselementen.
 

Ethologie

Die Ethologie ist die Wissenschaft, die sich vorwiegend mit dem Verhalten einer Tierart beschäftigt. Dabei wird vor allem das "Normalverhalten" einer "Durchschnittspopulation" erforscht. Dabei unterscheiden wir zwischen der rein beobachtenden (deskriptiven) und der experimentellen Ethologie. Die deskriptive Ethologie beschränkt sich auf das genaue Beobachten und das Erklären des Verhaltens, während die experimentelle Ethologie es dem Forscher ermöglicht, durch "Fremdeinwirkung" (Experiment) auch Fragen nach der Ursache einer bestimmten Handlung zu erforschen. Typisches Beispiel für einen solchen "Fremdeingriff" ist die Verwendung von Attrappen (Tinbergen).
 

Grundsätze

  • Durch art- und tiergerechte Haltung und Verhalten seitens der Halter können Verhaltensprobleme oder -störungen in der Beziehung zwischen Menschen und Heimtieren vermieden werden.
  • Mit fachkundiger Beratung und/oder verhaltenstherapeutischen Massnahmen, die von ausgebildeten Personen geleitet und /oder vorgeschlagen werden, können Verhaltensprobleme oder -störungen, da wo sie auftreten, vermindert oder eliminiert werden.
  • Die Mitglieder des Berufsverbandes VIETA sollen im öffentlichen Wirken und im geschäftlichen Verkehr die ideellen Anliegen des Berufsverbandes VIETA nach Kräften vertreten.
  • Sie achten auf die möglichen Folgen ihrer Tätigkeit und ihrer Aufträge und fördern keine Projekte, die den Grundsätzen des Berufsverbandes VIETA widersprechen.
  • Sie bedienen sich keiner schmerz- oder leidinduzierter Mittel im Umgang mit Tieren.
  • Sie bedienen sich im Konkurrenzkampf keiner unehrenhafter Mittel.